125 innovative Naturfreunde Jahre

125 innovative Naturfreunde Jahre

Die Naturfreundebewegung feiert 125 Jahre und wählt Andreas Schieder wieder ins Amt des Vorsitzenden. Im Rahmen ihrer digital durchgeführten Bundeskonferenz blicken die Naturfreunde Österreich stolz auf ihr 125-jähriges Bestehen zurück. 

„In diesem Zeitraum haben sich stets Naturfreund*innen das Ziel gesetzt Menschen alpine Naturerlebnisse nahezubringen und haben sich tatkräftig für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen eingesetzt. Ich sehe das klare Votum als Auftrag begonnene Neuerungen im Sinne einer positiven Zukunft weiterzuentwickeln.“ so Andreas Schieder, Vorsitzender der Naturfreunde Österreich.

Damals wie heute bedeutet „Hand in Hand durch Berg und Land” für die Naturfreunde Österreich gemeinsame Erlebnisse in der Natur - als Erholung vom Arbeitsalltag und unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. 

„Die Natur und unsere Berge sind für alle da, und Freizeitsport sowie Erholungsurlaube müssen für alle leistbar bleiben. Daher ist es auch wichtig, dass die jährlich gewährten Fördermittel, für die Instandhaltung der alpinen Infrastruktur, gesetzlich verankert werden. Dies im Sinne der Nachhaltigkeit und Planbarkeit für alle alpinen Vereine in Österreich.“

 

Sicherheit in den Bergen als Bildungsauftrag

Die Naturfreunde Akademie und die ins Leben gerufenen Ausbildungszentren sind wichtige Instrumente, um die Sicherheit in der österreichischen Berglandschaft zu erhöhen. Andreas Schieder dazu: 

„Sicherheit in den Bergen wird unter der Perspektive der Zuwächse im Wander- und Schitourensegment zukünftig eine noch wichtigere Rolle spielen. Der Ausbau der Ausbildungszentren wird forciert, um zahlreichen Naturfreund*innen und Funktionär*innen eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen.“

 

Herausforderung und neue Voraussetzungen

Die sich ändernden Voraussetzungen durch Covid-19 stellen auch die Naturfreundebewegung vor neue Herausforderungen.

„Das Reiseverhalten der Österreicher*innen ändert sich zunehmend, wir werden uns daher noch mehr für sanfte Mobilität und einen nachhaltigen Tourismus einsetzen.“ So der im Amt bestätigte Vorsitzende, der ergänzt: „Unser in diesen Tagen erschienene Gratis-Wanderführer „Mit Bahn und Bus in die Natur“, der in Kooperation mit der ÖBB aufgelegt wurde und auf sehr großes Interesse stößt, ist ein klarer Fingerzeig, in welche Richtung es gehen wird.“. 

 

Bereits 1909 wurde das Thema Wegerecht im Magazin „Naturfreund” unter dem Titel „Der verbotene Weg” behandelt. Schon damals wurde festgehalten, dass öffentliche Wege für Wandernde nicht dauerhaft gesperrt werden dürfen.

Mountainbiken hat in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt. Radfahren ist im Wald jedoch nur auf dafür genehmigten und gekennzeichneten Routen erlaubt. Der Ausbau von Singeltrails, Trail Areas und Bikeparks wird von den Naturfreunden unterstützt und forciert. Die Naturfreunde setzen sich für den Strukturausbau von Mountainbikestrecken ein und erinnern daran, dass nur ein geringer Teil der Forststraßen offiziell befahrbar ist. Eine Freigabe dieser Forststraßen wäre ein optimales niederschwelliges Angebot für Freizeitsportler*innen. Die Naturfreunde Österreich sehen das freie Wegerecht weiterhin als unumstößlich wichtigen Bestandteil ihrer Arbeit an. Dazu Andreas Schieder kämpferisch: 

„Wir werden auf dieses Recht pochen und dieses dort, wo es notwendig ist, mit allen Mitteln verteidigen.“

 

Quelle: Naturfreunde Österreich / Fotocredit©: Natalie Frenz

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