75.000 Proben bei Mais, Soja und Raps ergaben - Oberösterreich ist gentechnikfrei.

 75.000 Proben bei Mais, Soja und Raps ergaben - Oberösterreich ist gentechnikfrei.

Landwirtschaftskammer OÖ führte GVO-frei-Monitoring zum siebten Mal im Auftrag des Landes OÖ durch

Die Bevölkerung in Österreich und ganz besonders in Oberösterreich lehnt mit überwältigender Mehrheit den Anbau von gentechnisch veränderten (GVO) Pflanzen ab. Oberösterreich ist eine der führenden Regionen in Europa, die den Anbau von GVO-Pflanzen auch weiterhin verhindern will. Diesem Grundbedürfnis der Gesellschaft entsprechend, hat Oberösterreich den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVO) verboten. Nach dem Motto „Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser“ wurde auch heuer im Auftrag der Oö. Landesregierung wieder ein „GVO-frei-Monitoring“ organisiert.

„Bei Mais, Soja und Raps wurden Blattproben auf 150 zufällig ausgewählten Feldern entnommen. Insgesamt wurden so 75.000 Pflanzen beprobt. Das Monitoring wurde bereits zum siebten Mal durchgeführt. Bei den durchgeführten Untersuchungen bei Soja, Raps und Mais wurden keine Verunreinigungen festgestellt“, erläutern Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger und LK-Präsident Franz Waldenberger.

Kontrolle schon beim Saatgut
Die effizienteste Kontrolle der Gentechnikfreiheit am Feld ist die Kontrolle des Saatguts. Dabei wird sozusagen das Nadelöhr der Pflanzenproduktion kontrolliert. Als Vorsorgemaßnahme dafür, dass in Oberösterreich keine GVO-Pflanzen angebaut werden, wird seitens des BAES (Bundesamt für Ernährungssicherheit) die Einhaltung der Saatgutgentechnikverordnung überprüft. Im Rahmen dieser Verordnung werden Saatgutproben beim Handel gezogen und auf GVO-Freiheit überprüft.

Monitoring am Feld bei Mais, Soja und Raps
Obwohl der Anbau von GVO-Pflanzen in Österreich verboten ist, wurde von der Landwirtschaftskammer OÖ im Auftrag der Oö. Landesregierung in den letzten Jahren wiederholt ein Monitoring durchgeführt, bei welchem auf den Feldern stichprobenartig beim wachsenden Bestand Pflanzenproben gezogen und diese auf GVO-Freiheit überprüft wurden. Denn es ist nicht gänzlich auszuschließen, dass auch Saatgut von Händlern, die nicht in Österreich ihren Betriebssitz haben, zur Aussaat kommen könnte. Dieses Monitoring fand bei den Ackerkulturen Mais, Soja und Raps statt. Diese sind weltweit, neben Baumwolle, die mit Abstand führenden Kulturen mit GVO-Anbau.

Kontrollplan für die Feldkontrollen
Für die Feldkontrollen wurde ein Kontrollplan erstellt, der folgende Parameter berücksichtigt: Anbaufläche der betreffenden Kulturpflanze in OÖ, GVO-Anbau der betreffenden Kulturpflanze in Europa, Nachbarländer, Blühbiologie, Möglichkeit der Verwendung von Nachbausaatgut, Kontrolle der jeweiligen Kulturart über Saatgutgentechnikverordnung sowie Verwendung der oberösterreichischen Ernte als Nahrungsmittel in Prozent der Gesamternte.

Als Stichprobe wurden insgesamt 150 Felder, verteilt über ganz Oberösterreich und entsprechend den Anbauschwerpunkten der einzelnen Bezirke festgelegt. Dabei wurden 500 Pflanzen je Feld beprobt. „Das ergibt eine Summe von 75.000 Pflanzen-Proben bei wachsenden Feldbeständen, bei denen weder bei Raps, noch bei Soja oder Mais GVO-Verunreinigungen festgestellt wurden“, erläutert Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

Die Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU konzentriert sich auf den Anbau von Bt-Mais MON810 in Spanien – in den letzten Jahren mit deutlich rückläufiger Tendenz. Auf gv-Sorten entfallen in Spanien knapp 30 Prozent der Maisproduktion. MON810-Mais – derzeit die einzige für den Anbau in der EU zugelassene gv-Pflanze – wurde 2020 außer in Spanien nur noch in Portugal ausgebracht. Mit nur etwa ein Prozent der Gesamtanbaufläche ist der gv-Mais-Anteil in der EU sehr gering. In 17 Mitgliedsländern der EU (Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Kroatien, Österreich, Malta, Niederlande, Polen, Slowenien, Ungarn, Zypern) ist der Anbau von gv-Pflanzen verboten. (Quelle: www.transgen.de)

„Die Kontrollen sollen seitens des Landes OÖ und der Landwirtschaftskammer OÖ weiter durchgeführt werden, um den Konsumenten und Verarbeitern von pflanzlichen Produkten größtmögliche Sicherheit zu geben, dass auf den heimischen Feldern keine GVO-Pflanzen angebaut werden“, betont LK-Präsident Waldenberger abschließend.

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: LK OÖ

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