Dienstag 21. Mai 2019
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Augen auf - Hände weg: Tierquäler wollten zwei Hündchen verkaufen

Es kommt immer öfter vor, dass kurz vor Weihnachten Tiere an Märkten von zwielichtigen Verkäufern angeboten werden. Da Weihnachten vor der Tür steht, möchten wir gerne darauf hinweisen, dass es in unseren Tierheimen viele ....

Tiere gibt, die Ihre Hilfe brauchen. Seien auch Sie couragiert und helfen, dort wo Hilfe gebraucht wird.

VÖCKLABRUCK: Tierquäler wollten zwei Hündchen verkaufen

In den frühen Morgenstunden des Allerheiligentages, 1. November 2017, erhielten Beamte der Polizeiinspektion Vöcklabruck eine Anzeige mehrerer Tierliebhaber, dass am Stadtplatz in Vöcklabruck zwei ausländische Männer unterwegs seien, welche mit kleinen "Malteserhündchen" im Arm gezielt Passanten ansprechen, bzw. diesen die Hunde zum Verkauf anbieten würden.

Einer der couragierten Anzeiger verfolgte die beiden Männer. Da diese bemerkt haben dürften, dass ihnen der Mann auf den Fersen ist, begannen sie schnellen Schrittes in Richtung "Burgstall" zu laufen. Trotz des schnellen Eintreffens zweier Streifen, konnten die beiden Männer vorerst nirgends wo gesichtet werden.

Aufgrund des koordinierten Vorgehens der eingesetzten Kräfte, sowie Dank der Aufmerksamkeit einer weiteren Zeugin, konnten die beiden Männer unter Mithilfe der couragierten Anzeiger dingfest gemacht werden.

Im Zuge der Erhebungen stellte sich heraus, dass die beiden Männer bereits als Bettler bei den Wochenmärkten in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden amtsbekannt sind. Neben der Tatsache, dass das Feilbieten und Verkaufen von Tieren auf öffentlich zugänglichen Plätzen, sowie das Feilbieten von Tieren im Umherziehen dem Wesen nach verboten ist, kam in jenem Falle der besorgniserregende Gesundheitszustand beider Tiere erschwerend hinzu. Lt. einer örtlichen Tierärztin befanden sich die beiden Hündinnen in einem eher schlechten Allgemeinzustand.

Die größere der beiden "Malteserhündchen" leide an einer Gebärmutterentzündung. Die Kleinere sei trächtig und werde vermutlich in den nächsten zwei Wochen Junge zur Welt bringen. Das Fell der beiden Tiere war verfilzt, sowie von zahlreichen Parasiten befallen.

Es handle sich vermutlich um sog. "Zwingerhunde". Deren Sozialverhalten sei dementsprechend gestört. Die beiden Hündinnen wurden den Verdächtigen vorläufig abgenommen und nach einer veterinärmedizinischen Erstversorgung wurden die beiden Tiere von der Tierrettung abgeholt und vorübergehend in einem Tierasyl in Oberwang bei Salzburg untergebracht.

Auch die vermeintlich "echten" Impfpässe, welche für den Grenzübertritt völlig wertlos und nicht einmal zuordenbar sind, wurden abgenommen. Den Slowaken drohen nun erheblich hohe Strafen, sowie eine Anzeige wegen des Verdachtes auf Tierquälerei.

Quelle: LPD OÖ