Charity über die Grenzen Österreichs hinaus. Oberösterreicher begeben sich auf eine 7.000 KM lange Reise.

Als fahrbarer Untersatz dient ein ausgemustertes Feuerwehr-Tankfahrzeug der FF Steinhaus. 5 Freunde überstellen dieses Feuerwehrfahrzeug von Österreich nach Kirgisistan und schenken es der Stadt Ivanowka - die über kein Feuerwehrfahrzeug verfügt.

Unter dem Motto: Mehr als eine Abenteuerreise starteten am 2. November Mag. Florian Fritsch, Herwig und Gerhart Puchberger aus Wels und der Schwanenstädter Anton Rosendahl auf die 7.000 KM lange Reise im Dienste der Freiwilligkeit und mit dem Thema Feuerwehr im Gepäck. Mit dabei auch die Unterrichtsmappen der Österreichischen Bildungsinitiative Gemeinsam-Sicher-Feuerwehr, die in Ivanowka einer Schule übergeben werden.

 

Zur Geschichte:

Die Brüder Herwig Puchberger und Florian Fritsch haben in den letzten Jahrzehnten schon mehrfach die eine oder andere Abenteuerreise gemeinsam unternommen. Seit Jahren gehen die Überlegungen in die Richtung eines weiteren Abenteuers, jedoch sollte dieses zusätzlich einem sozialen, karitativen und nachhaltigen Zweck dienen. 

In Sattledt stand vor Jahren ein gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug, doch bis man sich über den Ankauf einig war, war dieses Fahrzeug bereits verkauft. Umso rascher wurde die Entscheidung getroffen, als publik wurde, dass bei der Feuerwehr Steinhaus ein Löschfahrzeug ausgemustert und verkauft wird. Herwig Puchberger nahm umgehend mit der Feuerwehr und dem verantwortlichen Bürgermeister von Steinhaus Kontakt auf, um das Fahrzeug zu erwerben. 

 

Fahrzeug da - Reiseziel unbekannt:

Infolge wurden zahlreiche Destinationen und mögliche Empfänger des nunmehr vorhandenen Löschfahrzeuges, Steyr 591, Bj 1983,  geprüft. Destinationen vom Baikalsee bis in die Innere Mongolei und wieder retour bis Kasachstan, wurden besprochen. 

Der Zufall wollte es haben, dass einem der Bekannten mit Kasachischen Wurzeln (Betreiber einer KFZ Werkstätte in Wels) und seiner Gattin die Notwendigkeit eines Löschfahrzeuges in der kirgisischen Stadt Ivanowka bekannt waren. Damit war das Ziel klar - wir fahren nach Ivanowka. Die Rückreise sollte dann auf der Seidenstrasse über den Pamir Highway, der weltweit zweithöchsten befahrbaren Passüberquerung als zusätzliches Highlight, welche ohnedies schon ein jahrelanges Thema für eine Abenteuerreise war, erfolgen.  

Der Welser KFZ-Meister Senad Becirevic war begeistert und hat sich spontan bereit erklärt, den technischen Support bei dieser 7.000 km langen Überstellungsfahrt zu übernehmen. Senad wird mit seinem Servicewagen die „Expedition“begleiten. 

 

Route und Vorbereitung für das Abenteuer:

Die Routenplanung wurde rasch festgelegt und sie führt über: Tschechien, Polen, Litauen, Lettland, die GUS-Staaten, Kazachstan nach Kirgisistan. Ebenso prompt begannen die Reisevorbereitungen. Dank der Unterstützung vieler Helfer war die Abfahrt am 2.11.2019 ab der Fritschmühle Wels, sichergestellt. 

 

Ein großer Dank:

Ein besonderer Dank gebührt dem Team der freiwilligen Feuerwehr Steinhaus, welche uns ein voll funktionstüchtiges Löschfahrzeug übergab. Zusätzlich wurde das Fahrzeug mit nicht mehr benutzten Overalls und Jacken für die kirgisischen Feuerwehrkameraden ausgestattet. Hinzu kam, dass die zahlreichen Zubehörteile akribisch erklärt wurden, um letztlich eine komplette Inventarliste erstellen zu können, so Gerhart Puchberger im Gespräch mit Austrianews24 (AN24.at)

Die offizielle Verabschiedung des Fahrzeuges vom FW Depot Steinhaus hat dann am Abend des 30.10.2019 stattgefunden. Dabei erfolgte auch gemeinsam mit der FW Steinhaus der letzte Löscheinsatz des Steyrers in seiner gewohnten Umgebung. Diese wurde auf Video aufgenommen, um einerseits den Feuerwehrkollegen in Ivanowka die Bedienung zu zeigen und andererseits uns selbst in die Lage zu versetzen, vor Ort in Ivanowka eine Einschulung durchführen zu können. Gleichzeitig sollte auch sichergestellt sein, dass im Falle etwaiger Brandherde auf den bevorstehenden 7.000 km auch sofort ein Löscheinsatz erfolgen kann. Wasser Marsch muss sichergestellt sein.

Der OÖ Landes-Feuerwehrkommandanten Robert Mayer hat an alle freiwilligen der Feuerwehr Steinhaus und an die ebenso freiwilligen Überstellungs-Abenteurer dankende Worte übermittelt. Seitens des OÖ Landesfeuerwehrkommandos wurden wir zudem mit Unterlagen von Gemeinsam-Sicher-Feuerwehr ausgestattet, welche das vorbildliche Ausbildungssystem unserer österreichischen Feuerwehren vorstellt und in unseren Schulen aktiv im Unterricht angewendet wird. Schwerpunktmäßig wird dabei auf die Gefahren im Alltag hingewiesen wir werden diese Unterlagen in den Schulen vorort verteilen. 

 

Quelle: AN24.at

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