Mittwoch 20. März 2019
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E-Motorrad-Trends 2019 – Wichtige Infos für den Kauf

Elektromotorrad Überblick 2019 – Modelle, Preise, Technik

Es ist ein erhabenes Gefühl, mit dem Motorrad die Straße entlangzufahren und den Wind dabei zu spüren. Doch kommt beim Fahren auch Spaß auf, wenn es sich nicht um einen Verbrenner handelt, sondern man mit einem Elektromotorrad unterwegs ist? 

Wir haben den Elektromotorrad-Überblick und zeigen in unserer Serie, ob so traditionsreiche Unternehmen wie Harley Davidson das Motorrad-Gefühl auf die neue elektrische Generation übertragen kann. Zudem wagen wir einen kleinen Ausblick und widmen uns der Technik, den Preisen und dem, was Motorrad-Fans 2019 und 2020 erwartet.

Das darf man 2019 erwarten

Das Jahr 2019 wird in die Motorradgeschichte eingehen. In diesem Jahr werden nämlich die größten Hersteller Elektromotorräder auf den Markt bringen, die den Bereich Elektromobilität neu definieren könnten. Im Automotive-Segment gibt es seit Jahren einen stetigen Zuwachs, doch bei Motorrädern setzten Hersteller bislang überwiegend auf Verbrenner. Noch 2019 will Harley Davidson die elektrische Livewire-Reihe auf den Markt bringen. Auch der Cafe Racer will 2019 Motorradliebhaber überzeugen.

Was man beim Kauf eines Elektromotorrads beachten sollte

Ein Elektromotorrad ist im direkten Vergleich zu einem Motorrad mit Verbrenner deutlich leiser. Aber nicht nur die Art des Motors beziehungsweise Akkus unterscheidet die beiden Kategorien grundlegend voneinander, es gibt zahlreiche Punkte, die es bei einem Elektromotorrad zu beachten gilt, die bei einem Verbrenner nicht ins Gewicht fallen oder zumindest anders zu bewerten sind:

  • Preis: Elektromotorräder sind derzeit noch relativ leistungsschwach. Das liegt vor allem an den verbauten Akkus, die den Motor beim Verbrenner ersetzen. Das schlägt sich im Preis nieder. Elektromotorräder mit einem großen und leistungsstarken Akku kosten automatisch mehr, auch wenn die Reichweite nicht mit der eines klassischen Motorrads mithalten kann. Bei klassischen Motorrädern liegt man bei einem durchschnittlichen Einstiegspreis von etwa 5.000 Euro, die günstigste Variante in unserem Vergleich liegt bei etwa 7.600 Euro.
     
  • PS: Hier gibt es Unterschiede wie Tag und Nacht. Wer ein Elektromotorrad möchte, um damit lediglich zur Arbeit zu fahren und häufig in der Stadt unterwegs ist, wird deutlich andere Maßstäbe setzen als jemand, der gerne über die Autobahn heizt und das Fahrgefühl genießen möchte. Die Nito N4 z.B. eignet sich gut für die Stadt, wer gerne über die Autobahn heizen mag, ist mit einer Harley Davidson gut bedient.
     
  • Reichweite: Ganz wichtig ist die Reichweite bei Elektromotorrädern. Wie weit komme ich mit einer vollständigen Aufladung im Schnitt und wie weit kann ich bei Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn fahren? Da das Fahrverhalten mit entscheidend für die Reichweite ist, sollten sich Käufer vorher überlegen, ob ein kleiner wendiger Stadtflitzer sinnvoller ist oder es doch die große Premiumvariante sein darf. Fast alle hier vorgestellten Modelle schaffen die 120 Kilometer Reichweite, nur das Modell Freeride von KTM ist mit knapp 80 Kilometern und der Offroad-Zielgruppe sowieso außen vor.
     
  • Höchstgeschwindigkeit: Je nach Elektromotorradmodell sind die Höchstgeschwindigkeiten gedrosselt. Mal liegen diese bei 120 km/h, bei anderen sogar bei 200 km/h. Hierbei gilt es zu beachten, dass Hersteller oft eine Höchstgeschwindigkeitsgrenze einbauen, nicht weil das Elektromotorrad nicht schneller könnte, sondern meist, um die Batterie zu schonen. Würde man mit 300 km/h auf der Autobahn mit einer mittelstarken Batterie heizen, wäre das Fahrvergnügen schon nach einer Stunde vorüber. Das Modell Energica Eva schafft 200 km/h, mit einer Geschwindigkeit von 300 km/h würde der Fahrspaß deutlich kürzer dauern.
     
  • Beschleunigung: Ein großer Vorteil bei Fahrzeugen aller Art, die elektronisch angetrieben werden, ist die Beschleunigung. Im Gegensatz zu Verbrennern ziehen Elektromotorräder grundsätzlich besser an, was daran liegt, dass es keinen Motor mehr gibt, indem die Zündungskette eingehalten werden muss. Stattdessen liefert der Akku direkt den Strom an das Getriebe und setzt die Beschleunigung unmittelbar um. Bei einem Wettrennen an der Ampel würden die hier vorgestellten Elektromotorräder wahrscheinlich einen Tick schneller starten, als es bei den ebenfalls sehr gut beschleunigenden Verbrennern der Fall wäre.
     
  • Nutzleistung: Wieviel kw ein Elektromotorrad hat, entscheidet maßgeblich über die Reichweite und die Höchstgeschwindigkeit. Wer sich für ein Elektromotorrad entscheidet, wird mit einer 45 kw-Batterie bei der Zero S ZF mehr Freude haben, als jemand mit einer 11 kw-Batterie des Herstellers Johammer. Ausschlaggebend ist dabei, für was man das Elektromotorrad einsetzen möchte.
     
  • Design: Das Design hat wenig mit der Leistung zu tun und ist doch einer der wichtigsten Punkte beim Kauf eines Elektromotorrads. Wer einen kleinen Flitzer bevorzugt, um in der Stadt von A nach B zu kommen, wird sich wohl nicht für eine Harley Davidson oder eine Energica entscheiden, da es sich bei den Modellen um leistungsstarke Motorräder für die Landstraße handelt, die sehr sportlich daherkommen. Manche Elektromotorräder sind klassischen Motorrädern nachempfunden, bei den neueren Modellen sieht man aber immer öfter, dass es keine Kettenantriebe mehr gibt, sondern der Antrieb geradezu futuristisch gestaltet wurde und das Motorrad wie aus einem Guss wirkt.

Quelle: KWG

Bildinfo: Der Drehmoment aus dem Stand ist bei Elektromotorrädern sehr hoch (www.zeromotorcycles.com)