Einsatzkräfte grundlos zu einem Einsatz gerufen - hitzige Diskussion im Netz

Einsatzkräfte grundlos zu einem Einsatz gerufen - hitzige Diskussion im Netz

Der Fall in Kirchdorf gestern Abend löst eine hitzige Diskussion bei den Einsatzkräften aus. Aufklärung ist ein gangbarer Weg. Am Beispiel der OÖ Feuerwehr mit Gemeinsam.Sicher.Feuerwehr wird bereits ab dem Kindergarten dieses Bewusstsein geschärft

Jugendliche lösten durch Notsignale Sucheinsatz aus, diese Pressemeldung der LPD OÖ löste binnen Minuten eine hitzige Diskussion aus. Wir werfen die Frage kritisch in den Raum und werden in der nächsten Sendung genau dieses Thema zur Debatte bringen. Aber zunächst einmal der Bericht mit der Bitte um rege Diskussion.

Bericht LPD OÖ

Am 11. Oktober 2019 um 19:20 Uhr meldete eine 44-Jährige aus dem Bezirk Kirchdorf an der Krems, dass sie im Holzerkar, welches sich zwischen kleinem und großem Pyhrgas befindet, Lichtzeichen sowie eine rote und eine grüne Signalrakete gesehen habe. Um die Lage abzuklären nahmen die Beamten mit einem Hüttenwirt einer Hütte unweit des Vorfallsortes Kontakt auf. Der Wirt konnte im Bereich des Bad Haller Steiges, der auf den großen Pyhrgas führt, Lichtzeichen erkennen, die in etwa im Rhythmus des alpinen Notsignales, also 6 Lichtzeichen pro Minute, abgegeben wurden. Als er seinerseits mit Lichtzeichen antwortete, wurden von dort weitere Lichtzeichen in seine Richtung abgegeben. Da nun von einem in Not geratenen Bergsteiger ausgegangen werden musste, wurden die Bergrettung und der Notarzthubschrauber alarmiert. Die Besatzung des Hubschraubers konnte trotz intensiver Suche keine Personen feststellen. Erst die zu Fuß ausgerückten Bergretter fanden an der angegebenen Stelle zwei 17-jährige Burschen aus dem Bezirk Linz Land, die am Beginn des Bad Haller Steiges biwakierten. Diese gaben sofort zu, 2 Feuerwerksraketen abgefeuert und Lichtsignale gegeben zu haben, allerdings sei ihnen nicht bewusst gewesen, dass diese als Notsignal gedeutet werden könnten. Im Einsatz waren 19 Einsatzkräfte der Bergrettung, die Crew des Notarzthubschraubers Christophorus 14 und 1 Beamter der Alpinpolizei Kirchdorf.

Fotocredit: Symbolfoto

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