Endstation für Dominic Thiem und Novak Djokovic bei den Erste Bank Open

Endstation für Dominic Thiem und Novak Djokovic bei den Erste Bank Open

Für Dominic Thiem war am Freitag im Viertelfinale der Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle Endstation

Der körperlich angeschlagene Titelverteidiger, der speziell im zweiten Satz mit einer schmerzhaften Blase am rechten Fußballen zu kämpfen hatte, musste sich dem stark spielenden Russen Andrey Rublev mit 6:7 (5/7), 2:6 geschlagen geben. Unmittelbar nach Thiem verabschiedete sich auch Novak Djokovicvon dem mit 1.550.950 Euro dotierten ATP-500-Turnier. Der serbische Weltranglisten-Erste unterlag dem italienischen Lucky Loser Lorenzo Sonego in lediglich 68 Minuten mit 2:6, 1:6.

Bei Dominic Thiem wurden die körperlichen Probleme gegen Rublev nach einem ausgeglichenen ersten Satz im zweiten Durchgang sichtbar größer. 

„Ich habe speziell in der Halle am Fußballen immer Probleme, da sich da eine riesengroße Blase bildet. Den ersten Satz habe ich noch rübergebracht, aber dann ist es immer schlimmer geworden. Mehr war nicht möglich. Hätte ich heute gewonnen, weiß ich nicht, ob ich am Samstag hätte antreten können. Das braucht normalerweise einige Tage, bis das wieder verheilt ist. Die ATP-Finals in London (ab 15. November, Anm.) sind mein Hauptziel, das sollte auch nicht in Gefahr sein, aber Paris in der kommenden Woche schon“, überlegt der Weltranglisten-Dritte einen Startverzicht beim ATP-Masters-1000-Turnier in der französischen Hauptstadt.

Für seinen Bezwinger Andrey Rublev, der im Head-to-Head auf 2:2 stellte, hatte der Niederösterreicher lobende Worte parat: „Er hat sich vor allem beim ersten Aufschlag extrem verbessert. Da hat er heute ein hohes Percentage gehabt und auch viel Druck ausgeübt. Dadurch kommt man auch nie in die Lage, die Ballwechsel zu diktieren. Ich freue mich trotzdem schon auf die nächsten Partien zwischen uns“, so Thiem. Der vierfache Saisonsieger und derzeitige Weltranglisten-Achte Rublev trifft am Samstag im Semifinale auf den südafrikanischen Wien-Sieger von 2018 Kevin Anderson, der den als Nummer vier gesetzten Russen Daniil Medvedev mit 6:4, 7:6 (7/5) bezwang.

Novak Djokovic suchte nach seiner glatten Niederlage gegen Lorenzo Sonego nicht lange nach Ausreden: 

„Er war heute in allen Belangen besser. Ich habe wirklich schlecht gespielt, aber er richtig gut und deshalb hat er den Sieg auch verdient. Ich bin hierhergekommen, um so viele Punkte zu holen, damit ich das Jahr als Nummer eins beende. Das habe ich auch erreicht, also bin ich nicht unzufrieden und habe auch kein Problem mit dem Ergebnis heute“, sagte Djokovic. 

Der Freude von Sensationsmann Sonego tat diese Aussage keinen Abbruch: „Das war das beste Match meines Lebens. Ich habe sehr gut serviert und gute Returns gespielt. Es ist unglaublich – ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, rang der aktuelle Weltranglisten-42. nach dem größten Sieg seiner Karriere nach Worten. Halbfinalgegner des 25-jährigen Sonego ist der Brite Daniel Evans, der den Bulgaren Grigor Dimitrov mit 7:6 (7/3), 4:6, 6:3 in die Schranken wies.

Quelle: Karlheinz Wieser  //  Fotocredit: @e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer

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