Dienstag 19. Februar 2019
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Faustball-Championscup der Frauen: Wintermärchen knapp verpasst!

Hallen-Faustball der Extraklasse boten Europas beste Frauenteams beim EFA-Championscup in der ausverkauften Sporthalle Laakirchen. Vor 400 Zusehern begeisterten die Damen erstmals mit Prellschlägen und packenden Blockfights am Netz. Schwanenstädter Trainer sind stolz auf ihr Damenteam

Den Sieg holte sich zum 5. Mal in Serie der Deutsche Meister TSV Dennach, der im Finale Neuling ASKÖ Laakirchen Papier nur mühsam mit 4:2 bezwingen konnte. Rang 3 ging an das Team vom TV Eibach 03 Nürnberg, die Schneider-Fünf siegte gegen den TSV Jona 4:2.

Halbfinalspiele:

TSV Dennach - TV Eibach 03 Nürnberg 4:0

(11:8, 11:4, 11:6, 15:13)

Das erste Halbfinale zwischen dem Titelverteidiger und Deutschen Vizemeister war schlussendlich doch eine klare Angelegenheit für den 4fachen Titelgewinner aus Dennach. Anfangs mussten beiden Teams mit der für sie ungewohnten Halle zurechtkommen, mit Fortdauer der Begegnung kristallisierte sich die Mannschaft um Sabine Pfrommer als abgeklärter und kompakter heraus. Erst zu Spielende entwickelte sich ein spannender und attraktiver Schlagabtausch, bei dem auch Nürnbergs Svenja Schröder oft in Jubel ausbrechen konnte. In der Verlängerung hatte nach Abwehr eines Satzballes bei 12:13 aber doch wieder der Deutsche Meister die Nase vorne und wieder den Platz im Endspiel.

TSV Jona gegen ASKÖ Laakirchen Papier 1:4

(2:11, 10:12, 11:9, 7:11, 11:13)

Furioser Start der Gastgeberinnen, die mit druckvollen Angriffen die Jona-Fünf überraschten. Nach dem 11:2 reagieren die Schweizerinnen, ziehen Janine Stoob ans Netz zum Blocken, was beim Stande von 7:4 bei einem Zusammenstoß mit Carina Steindl zu einer schlimmen Fußverletzung bei Janine führte. Turbulent auch der weitere Verlauf, der durch eine Fehlentscheidung angeheizt wurde, Laakirchen machte den Satz mit zwei Longlinebällen zu. Jona hielt weiter stark dagegen, Celina Traxler stiftete mit zahlreichen Stoppbällen Verwirrung in den Laakirchner Reihen und verkürzte auf 1:2. Die letzten beiden Sätze waren von höchster Dramatik mit Kampf auf Biegen und Brechen, im 5. Satz musste eine weitere Eidgenössin das Feld verletzt verlassen, Jona kämpfte zu Viert mit einem 10:8-Vorsprung, der aber nicht mehr reichte, Laakirchen gewann nach einem vergebenen Satzball von Traxler und zwei tollen Angriffen von Brunner und Steindl mit 13:11 den 5. Satz. Bleibt zu hoffen, dass die beiden verletzten Schweizerinnen bald wieder auf den Beinen sind!

Spiel um Platz 3 / 4

 

TV Eibach 03 Nürnberg gegen TSV Jona 4:2

(11:9, 6:11, 11:8, 11:6, 7:11, 11:5)

Wieder ganz frisch präsentierten sich die beiden „Kleinfinalisten“ nach den Niederlagen des Vortags. Vor allem Jona konnte die personellen Einbußen gut kompensieren und bot dem deutschen Vizemeister über weite Strecken Paroli. Jona wirkte mannschaftlich etwas mehr gefestigt, den Ausschlag für den 4:2-Erfolg gab dann doch die Angriffsleistung von Nürnbergs Sportlerin des Jahres 2018 Svenja Schröder. Alles in allem ein äußerst attraktives Spiel um die Bronzemedaille.

Spiel um Platz 1 / 2

 

TSV Dennach gegen ASKÖ Laakirchen Papier 4:2

(11:7, 8:11,11:8, 11:9, 6:11,11:5)

Die Laakirchner Mädels fanden erst im 2. Satz zu ihrem Konzept, Deutschlands Angriffs-Nummer 1 in den Griff zu bekommen. In der mit ca. 400 Zusehern vollgestopften Halle entwickelte sich eine Stimmung, wie sie der Hallen-Faustball der Frauen noch nicht erlebt hat. Blocksituationen wie im Herrenfaustball rissen die Zuseher zeitweise von den Sitzen. Nach dem 1:3 bäumte sich die Heimmannschaft erneut auf und ließ die Hoffnung weiter leben. Schliesslich war der Titelverteidiger in einigen Situationen abgeklärter wie die jungen Paper-Girls, die Einwechslung von Fenja Stallecker im 6. Satz brachte dann die Entscheidung in dieser Hochklassepartie. Dennach ist verdienter Meister, aber auch für Laakirchen glänzt die Silbermedaille wie Gold.

Fotos(Wolfgang Benedik) zur freien Verwendung