Heimische Friseure schlagen Alarm

Heimische Friseure schlagen Alarm

LIM Rainer: Gesamte Branche wird von den hohen Zugangshürden und zunehmender Konkurrenz durch den Pfusch bedroht

Nach der Öffnung der Friseursalons haben viele Oberösterreicher die Möglichkeit zu einem Friseurbesuch genutzt. Jetzt ist diese erste Welle vorbei und die heimischen Friseure müssen nun zum Teil gravierende Umsatzeinbrüche verzeichnen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zwei Ursachen stechen aber besonders hervor, berichtet die Landesinnungsmeisterin der oö. Friseure, Erika Rainer: 

„Zum einen sind es die hohen Zugangshürden durch die offiziellen Tests, zum anderen die unsaubere Konkurrenz durch Pfuscher.“


Anerkennung von Selbstschnelltests und Schultests von Jugendlichen
Die offiziellen Tests stellen für viele Kunden ein Erschwernis dar, das sie nicht bereit sind, öfters in Kauf zu nehmen. 43 Prozent der Österreicher schätzen den Aufwand eines Tests extra für den Friseurbesuch als zu hoch ein, so die Ergebnisse einer aktuellen market-Umfrage. Die Termine für die Covid-19-Tests neben Job, Verantwortung in der Familie und anderen Verpflichtungen zu koordinieren und wahrzunehmen, ist für viele Menschen zu aufwendig. Daher tritt Rainer für die Anerkennung von Selbsttests ein. Auch die Schnelltests bei Jugendlichen, die sie in der Schule machen, sollten als Zutrittstests Gültigkeit erlangen. „Mit so einem niederschwelligen Eintrittstesten würden spontane Friseurtermine wieder möglich. Das aufwändige Jonglieren mit Terminen wäre hinfällig. Und es würde jenen Salons helfen, die große Umsatzverluste haben, weil die Laufkundschaft ausbleibt.“

Den Pfuschern verstärkt den Kampf ansagen
Zum anderen weichen die Kunden zunehmend auch zu Pfuschern aus. Für Rainer eine besorgniserregende Entwicklung der es gegenzusteuern gilt: „Wir Friseure haben mit großem Aufwand umfangreiche Hygienemaßnahmen entwickelt und umgesetzt, die auch von den Kunden in den Salons honoriert werden. 74 Prozent der Kunden fühlen sich in den Friseursalons sicher, und stellen unseren Betrieben diesbezüglich ein ausgezeichnetes Zeugnis aus.“ Daher gilt es nun verstärkt dem unsicheren Pfusch das Handwerk zu legen. „Wir werden verstärkt auf den Einsatz von Detektiven setzen, und in enger Zusammenarbeit mit den Behörden den schwarzen Schafen den Kampf ansagen“, kündigt Rainer an.

Finanzielle Hilfen bei Umsatzausfällen notwendig

„Die Branchenvertretung wird, begleitet und unterstützt von Präsidentin Doris Hummer, weiterhin alles unternehmen, um die Politik zu überzeugen, effektive, praxisgerechte und sinnvolle Maßnahmen für uns Friseure zu setzen“, kündigt Rainer an, die sich gleichzeitig auch für weitere finanzielle Hilfen bei Umsatzausfällen stark macht. Darüber hinaus wird nächste Woche von der Bezirksstelle Freistadt ein runder Tisch organisiert, an dem weitere Massnahmen für die gesamte Branche beraten werden.

Quelle: WKOÖ  //  Fotocredit: Symbolfoto

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