„Kinderaugen & Lernen“ für Lehrkräfte

 „Kinderaugen & Lernen“ für Lehrkräfte

„Um das Thema „Augen-Sehen-Lernen“ näher zu beleuchten, hat die Gesellschaft der Österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte (ÖOG) mit der Arbeiterkammer als Kooperationspartner eine Broschüre erstellt

Schulische Lernschwierigkeiten können unterschiedlichste Ursachen haben. Eine davon ist schlechtes Sehvermögen. „Um das Thema „Augen-Sehen-Lernen“ näher zu beleuchten, hat die Gesellschaft der Österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte (ÖOG) mit der Arbeiterkammer als Kooperationspartner eine Broschüre für Pädagoginnen und Pädagogen von Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren erstellt, die ihnen konkrete Hilfestellungen an die Hand geben soll“, so Dr. Peter Gorka, Präsident der Gesellschaft der österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte. Die neue Broschüre wird heute Nachmittag gemeinsam mit der Bildungsdirektion Wien präsentiert. Sie umfasst neben Informationen auch Unterrichtsmaterialien und kann unter www.augen.at (Wissenscenter - Schwerpunkte - Kinderaugen & Lernen) heruntergeladen werden.

Besser sehen – Besser lernen

80% des (schulischen) Lernens findet über den visuellen Kanal statt! So vielfältig wie das „Wunder Auge“ funktioniert, so vielfältig können Sehprobleme sein, die sich auf das schulische Lernen auswirken. Wenn Kinder über juckende, brennende Augen, über Kopfschmerzen und Müdigkeit klagen oder unkonzentriert sind, kann dahinter eine Fehlsichtigkeit der Augen stecken. Durch eine augenärztlich/orthoptische Untersuchung können die Ursachen gefunden und so den Kindern geholfen werden.

Die kindliche Sehentwicklung

Babys können bei der Geburt noch nicht gut sehen, im ersten Lebensjahr nimmt das Sehvermögen aber rasant zu. Bis zur vollständigen Ausreifung des visuellen Systems dauert es zehn bis zwölf Jahre. Das ist auch der Grund, warum in der Broschüre speziell auf diese Altersgruppe fokussiert wird. Pädagoginnen und Pädagogen können wesentlich dabei helfen, durch Sehschwäche verursachte Lernprobleme zu erkennen.

Vorbeugung gegen Kurzsichtigkeit (Myopie): ab ins Freie!

Das kindliche Auge ist in der Regel weitsichtig (unscharfes Sehen in der Nähe). Durch Wachstum erreicht es im Volksschulalter Normalsichtigkeit. Weiteres Wachstum kann es aber kurzsichtig machen. Kurzsichtigkeit hat genetische, aber auch umweltbedingte Ursachen. Erste Hinweise auf die Kurzsichtigkeit sind Abschreibfehler von der Tafel. Hauptursachen für die Kurzsichtigkeit sind zu viel Naharbeit bzw. Lichtmangel in der Kindheit oder Jugend. Die österreichischen Augenärzte empfehlen daher, dass sich Kinder so viel wie möglich im Freien aufhalten sollten (mind. eine Stunde pro Tag) und gleichzeitig die Zeiten der Naharbeit (Lesen, Arbeiten am Handy, PC, Laptop, Tablet) reduzieren. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen helfen außerdem, die Myopie rechtzeitig zu erkennen, gegenzusteuern und Folgeerkrankungen zu verhindern.

„Geplant ist auch ein Informationsfolder für Eltern. Dieser wird im kommenden Schuljahr erarbeitet“, so Dr. Gorka abschließend.

Quelle: Fotocredit: Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG),Ingrid Wallner, MBA/ots

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