Mittwoch 24. April 2019
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Klärung von zahlreichen Einbruchsdiebstählen in Kellerabteile

Am 17. September 2018 beobachte ein aufmerksamer Zeuge im Bezirk Grieskirchen zwei Männer, die sich in einer Wohnsiedlung verdächtig verhielten und Gegenstände in einen Pkw verluden und teilte diese Information der Polizei mit. 

Nachfolgend wurde bekannt, dass in dieser Wohnsiedlung aus mehreren aufgebrochenen Kellerabteilen verschiedene Gegenstände, wie Elektrowerkzeuge und Koffer, gestohlen wurden. Im Zuge der weiteren Ermittlungen durch die Beamten des Landeskriminalamtes OÖ konnten zwei bosnische Staatsbürger im Alter von 19 und 24 Jahren beim Verladen und geplanten Heimtransport sechs gestohlener Fahrräder bzw. E-Bikes, diverses Elektrowerkzeug, Motorradzubehör und Fischerutensilien im Gesamtwert von mehreren Tausend Euro betreten und festgenommen werden. 


Wie sich bei den weiteren Nachforschungen herausstellte, wurden von den beiden Festgenommen seit Sommer 2017 Kellereinbruchsdiebstähle, bei denen vorwiegend hochwertige Fahrräder und Elektrowerkzeug abhandengekommen sind, verübt. Den Beschuldigten werden 64 Einbruchsdiebstähle in Kellerabteile von Mehrparteienhäusern in Linz, Linz-Land, Wels-Land, Perg, Kirchdorf an der Krems, Urfahr-Umgebung, Vöcklabruck und Grieskirchen mit einem Gesamtschaden von mindestens 162.000 Euro zur Last gelegt. Den überwiegenden Teil des gestohlenen Gutes, davon mindestens 160 Fahrräder, transportieren sie teils durch andere Personen nach Bosnien zu einem 33-jährigen Landsmann, welcher für den Verkauf sorgte. Dieser Landsmann ist als Auftraggeber und auch Verwerter des Diebsgutes anzusehen. Aus diesem Grund wurde von der Staatsanwaltschaft Steyr die Durchsuchung seiner Wohn- und Geschäftsräumlichkeiten (er agierte als gewerblicher Fahrradhändler) angeordnet und diese nach erfolgtem Rechtshilfeersuchen durch die bosnischen Kollegen im Beisein der Sachbearbeiter des Landeskriminalamtes OÖ am 30. Jänner 2019 in Banja Luka durchgeführt. Dabei konnten noch drei Fahrräder vorgefunden werden, die aus Straftaten in Oberösterreich stammen. Zahlreiche Fahrradbestandteile hatten keine Individualnummern und waren deshalb nicht mehr zuordenbar. 


Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf gewerbsmäßig schweren Einbruchsdiebstahl im Rahmen einer kriminellen Vereinigung. Die in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten sind zum überwiegenden Teil geständig. 
Leider können viele Fahrradbesitzer die Rahmennummern im Falle eines Diebstahles nicht angeben. Durch Umbauten werden für die Polizei die Möglichkeiten Fahrräder bestimmten Straftaten zuzuordnen zusätzlich erschwert. Fotos und Individualnummern - speziell von höherwertigen Gegenständen - sollten daher immer evident gehalten werden.

Quelle: LPD OÖ