Land OÖ fördert Bauhandwerkerschüler

Land OÖ fördert Bauhandwerkerschüler

Landeszuschuss wird auf 1.000 Euro je Schüler und Schuljahr erhöht

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner hat den Landeszuschuss für Bauhandwerkerschüler auf 1.000 Euro je Schüler und Schuljahr erhöht. Absolventen der Bauhandwerkerschule sind in der oö. Bauwirtschaft äußerst begehrt. Die Schule, die in den saisonbedingt auftragsarmen Wintermonaten Maurer, Zimmerer und Steinmetze aus- und weiterbildet, war nach der Novellierung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes bis Ende 1995 in ihrer Existenz arg gefährdet. Erst als auf Bundesebene ein Sonderkollektivvertrag vereinbart wurde, auf dessen Grundlage für die Dauer des Schulbesuchs zwei Drittel der Lohnkosten vom AMS bzw. vom Europäischen Sozialfonds übernommen werden, war der Weiterbestand gesichert.

Ergänzend dazu ist es dem Branchenverbund Bauwirtschaft der WKO Oberösterreich gelungen, eine Zusatzförderung des Wirtschaftsressort der oö. Landesregierung für die betroffenen Dienstgeberbetriebe in Höhe von 1.000 Euro je Schüler/in und Schuljahr zu erhalten. Diese jeweils auf ein Schuljahr befristete Unterstützung des Landes wird auch für das Schuljahr 2020/2021 fortgesetzt und sogar von bisher 900 Euro auf 1.000 Euro erhöht, gibt Markus Hofer, Geschäftsführer des Branchenverbundes Bauwirtschaft, bekannt. Eine entsprechende Zusage hat Landesrat Markus Achleitner bereits abgegeben. „Das ist eine gute Nachricht für die Unternehmen und die insgesamt rund 200 Fachkräfte, die das Weiterbildungsangebot jedes Jahr in Anspruch nehmen“, so Hofer.
 

„Die praxisnahe Aus- und Weiterbildung in den Bauhandwerkerschulen leistet einen wichtigen Beitrag dazu, unseren Betrieben die dringend benötigten Fachkräfte zur Verfügung zu stellen. Deshalb unterstützt das Land OÖ ganz bewusst dieses Weiterbildungsangebot und hat seine Förderung nun sogar auf 1.000 Euro je Schüler/in und Schuljahr erhöht. Seit 1996 hat das Land OÖ für diese Unterstützung für Bauhandwerkerschüler/innen bereits zwei Mio. Euro aufgewendet“, betont Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner.


Die oö. Bauhandwerkerschüler/innen werden vornehmlich an den HTL in Linz, Salzburg und Hallein ausgebildet. Die Lehrgänge dauern über drei Jahre, werden in den Monaten Dezember bis März abgehalten und kommen so der Zeitplanung Berufstätiger entgegen. Die Bildungsinhalte sind der heutigen Baupraxis angepasst. Die Abschlussprüfung berechtigt u. a. zur Lehrlingsausbildung und eröffnet neue Berufschancen. Die Bauhandwerkerschule umfasst auch die Qualifikation eines Werkmeisters (Poliers) und bereitet auf den Fachteil der Berufsreifeprüfung vor, sogar eine anschließende Diplomausbildung wird möglich.

Quelle: WKOÖ  //  Fotocredit: Symbolfoto

Mehr über den Autor

Das könnte Sie interessieren!

Frühstückstisch und Arbeitsplatz: 95 Prozent wollen Homeoffice

15. 10. 2020 | Wirtschaft

Frühstückstisch und Arbeitsplatz: 95 Prozent wollen Homeoffice

Egal ob geliebt, gehasst oder skeptisch beäugt: Das Homeoffice wird – auch unabhängig von der Corona-Pandemie - immer mehr zum fixen Bestandteil der Berufs...

KWG setzt 100 Bäume und sorgt für Nachhaltigkeit in der Region

13. 10. 2020 | WIRTSCHAFT

KWG setzt 100 Bäume und sorgt für Nachhaltigkeit in der Region

Am 9. Oktober hat das Team von KWG gemeinsam mit Kunden, Mitarbeitern und deren Familien 100 Bäume gepflanzt. Ein kleiner Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in...

Energiesparen im Alltag

12. 10. 2020 | Panorama

Energiesparen im Alltag

Mit der Energie Community App „hee“ ohne großen Aufwand zum nachhaltigeren Lebensstil

Energieversorger KWG errichtet 100 Photovoltaikanlagen mit Bürgerbeteiligung

11. 10. 2020 | WIRTSCHAFT

Energieversorger KWG errichtet 100 Photovoltaikanlagen mit Bürgerbeteiligung

Schwanenstadt: Erneuerbare Energien fördern und ausbauen, Regionalität leben und nachhaltig Handeln sind der Antrieb beim regionalen Ökostromerzeuger KWG. ...

Impulsabend Genossenschaften neu gedacht

17. 09. 2020 | Wirtschaft

Impulsabend Genossenschaften neu gedacht

Das System der Genossenschaften gibt es schon lange Zeit und derzeit ist es aktueller denn je, denn viele können miteinander mehr bewegen. Die Leaderregion...