Mittwoch 20. März 2019
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Oberösterreich belegt bei Bildungsstandards Mathematik wieder einen Spitzenplatz

LH-Stv.in Mag.a Haberlander und Bildungsdirektor Mag. Dr. Klampfer: „Ergebnis zeigt hohe Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler“

Auch bei der dritten Runde der Bildungsstandards-Überprüfung in Mathematik 4. Schulstufe schneidet Oberösterreich wie schon im Jahr 2013 hervorragend ab. Das Bildungsministerium hat heute die Ergebnisse veröffentlicht. Die oberösterreichischen Schülerinnen und Schüler sind dabei wieder auf einem Spitzenplatz. Auch 2018 schneidet Oberösterreich bei der Überprüfung der Bildungsstandards hervorragend ab: In Mathematik liegt OÖ mit 560 Punkten nur hinter Salzburg (565) und dem Burgenland (562) auf Platz 3. Der Österreichschnitt liegt bei 551 Punkten. Im Vergleich zu 2013 sank in Oberösterreich der Anteil an der Risikogruppe um 3 Prozentpunkte, und die Gruppe jener, die die Bildungsstandards übertreffen, stieg um 4 Prozentpunkte an. Die Schülerleistungen von 2013 und 2018 in Mathematik gesamt betrachtet, ergeben auf der Punkteskala eine Verbesserung um 15 Punkte.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander, Präsidentin der Bildungsdirektion, und Bildungsdirektor Mag. Dr. Alfred Klampfer gratulieren den oberösterreichischen Schülerinnen und Schülern sowie den  Lehrerinnen und Lehrern zu den Ergebnissen: „Bereits zum dritten Mal sind die oberösterreichischen Schülerinnen und Schüler in der Spitzengruppe der Bildungsstandards Mathematik. Das zeigt, dass in unserem Bildungsland über Jahre hinweg zum einen eine hohe Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler vorhanden ist, denn auch beim Anteil der Spitzenschülerinnen und Spitzenschüler liegt Oberösterreich mit 18 Prozent gemeinsam mit Salzburg und der Steiermark vorne. Zum anderen leisten die Pädagoginnen und Pädagogen hervorragende Arbeit – ohne ihr Engagement wären diese Topergebnisse nicht möglich. Natürlich rasten wir uns auf den Ergebnissen aber nicht aus, sondern werden weiterhin kontinuierlich an Verbesserungen arbeiten.“

Dazu werden die Detailergebnisse in den nächsten Tagen und Wochen sowohl auf Schul- als auch auf Landesebene genau analysiert und als Grundlage für gezielte Maßnahmen (z.B. im Bereich der Fortbildung) an den einzelnen Schulstandorten und auf Landesebene herangezogen.

„Es geht bei den Bildungsstandards-Erhebungen nicht um ein Ranking zwischen einzelnen Schulen. Vielmehr sollen die Ergebnisse dazu dienen, die Qualitätsentwicklung des Unterrichts und des Schulstandortes voranzutreiben sowie an pädagogischen Konzepten und Fördermaßnahmen zu arbeiten“, so Haberlander und Klampfer.

 

An den Bildungsstandard-Testungen nehmen grundsätzlich alle Schüler/innen einer Schulstufe teil. Ausgenommen sind nur außerordentliche Schüler/innen, Jugendliche, die im Testfach nach dem Lehrplan der Sonderschule bzw. einer niedrigeren Schulstufe unterrichtet werden, sowie Schüler/innen mit Körper- oder Sinnesbehinderung, sofern sie auch mit Hilfsmittel die Aufgaben nicht lösen können. In begründeten Ausnahmefällen wie etwa Abwesenheit wegen einer Projektwoche etc. können Schulen einen Ersatztermin für die Testung in der kommenden Woche wahrnehmen. Bildungsstandards werden in fünf „Disziplinen“ abgeprüft: Deutsch und Mathematik jeweils in der vierten und achten Schulstufe sowie Englisch nur in der achten Schulstufe. Begonnen wurden die Erhebungen 2012 mit Mathematik in der achten Schulstufe – mit den Deutsch-Tests in der gleichen Altersgruppe wurde der erste Durchlauf beendet. Während bei PISA stichprobenartig nur etwa fünf Prozent der Schüler/innen getestet werden, erfassen die Bildungsstandards alle Schüler des jeweiligen Jahrganges. In ganz Österreich waren das bei der M4-Testung rund 76.500 Schüler/innen. Mit dem Projekt „Grundkompetenzen absichern“ werden seit 2018 Schulen unterstützt, die bei den Bildungsstandards-Überprüfungen zu mindestens 20 Prozent die Bildungsstandards nicht erreicht haben und deren Schulergebnis unter ihrem Erwartungswert liegt. Für die teilnehmenden Schulen werden spezielle Angebote der Pädagogischen Hochschulen erstellt. Gemeinsam mit der Schulleitung bzw. dem Lehrerkollegium analysieren multiprofessionelle Teams (in der Regel bestehend aus Schulentwickler/innen, Fachdidaktikiker/innen und Schulpsycholog/innen) die Ursachen für das unterdurchschnittliche Abschneiden an der jeweiligen Schule und sorgen für eine mehrjährige, individuell zugeschnittene Begleitung und Beratung. Der Start erfolgt in diesem Schuljahr. Das Projekt läuft bis August 2022.

Quelle: Land Oberösterreich  Foto: Symbolfoto