Dienstag 19. Februar 2019
Suche

Gesundheitszentrum Rainerpark voll im Trend - LH. Stv. Haberlander definiert Präventionsschwerpunkt

Haberlander will persönliche Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken

„Mit unserem Netzwerk Gesunde Gemeinde wollen wir die breite Bevölkerung dabei unterstützen, das persönliche Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken“, sagt LH-Stv. Mag.a Haberlander. Unter dem Motto „herz.gesund.leben“ rückt sie mit den 432 „Gesunden Gemeinden“ die Herz-Kreislauf-Gesundheit in den Mittelpunkt.

Schwerpunkt „herz.gesund.leben“: Herzgesundheit steht 2019 im Mittelpunkt

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems stellen in den westlichen Industrieländern und somit auch in (Ober-)Österreich die häufigste Todesursache dar. 2017 waren laut Statistik Austria in Österreich 39,8 Prozent der Sterbefälle darauf zurückzuführen. In Oberösterreich waren das in absoluten Zahlen 5.330 Sterbefälle, davon 2.325 Männer und 3.005 Frauen.

Die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt sind Stress, Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht, erhöhte Cholesterinwerte und Diabetes. Durch entsprechende Gesundheitsförderungs- und Präventionsmaßnahmen wäre ein Großteil dieser Erkrankungen vermeidbar. Denn ein gesunder Lebensstil gehört zu den nachgewiesenen Möglichkeiten, das persönliche Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.

„In Oberösterreich verfügen wir über eine hervorragende Versorgungsstruktur, wenn eine Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems vorhanden ist. Dann gilt es auch, die Betroffenen selbst und ihre Angehörigen kompetent im Umgang mit der Erkrankung zu machen. Noch viel wichtiger aber ist es, deren Entstehung durch geeignete Präventionsmaßnahmen zu verhindern“, betont Gesundheitsreferentin LH- Stv.in Mag.a Christine Haberlander.

„Um das Bewusstsein bei den Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher zu stärken, dass sie selbst sehr viel zur eigenen Gesundheit beitragen können, setzen wir schon im Kindergarten und in der Schule an, mit unseren Programmen wie Gesunder Kindergarten, Gesunde Schule oder Gesunde Küche oder mit Projekten in oö. Schulen zur Förderung des Nichtrauchens“, erklärt die Gesundheitsreferentin.

„Mit unserem Netzwerk Gesunde Gemeinde wollen wir die breite Bevölkerungdabei unterstützen, das persönliche Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusenken“, so Haberlander. Unter dem Motto „herz.gesund.leben“ steht daher 2019 die Herz-Kreislauf-Gesundheit im Mittelpunkt. Über die kommunale Gesundheitsförderung in den 432 „Gesunden Gemeinden“ werden breite Bevölkerungsschichten erreicht.

Maßgeschneiderte Präventionspakete

Konkret haben Gesunde Gemeinden die Möglichkeit, aus einem Angebotskatalog ein maßgeschneidertes Präventionspaket für ihre eigene Gemeinde zu schnüren. Die Angebote decken dabei eine breite Palette von Gesundheitsthemen ab, die für die Förderung der Herz-Kreislauf-Gesundheit grundlegend sind:

  Medizinische Fachvorträge zu den Themen Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Gesundheit, „Frauenherzen schlagen anders“, Schlaganfall in Kooperation mitortsansässigen Ärztinnen/Ärzten bzw. Referent/innen von gespag und KUK
  Bewegungsworkshops zum Thema Ausdauertraining/Herz-Kreislauf-Training, richtige Trainingsmethoden/Erhalt und Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit unter Anleitung von qualifizierten Bewegungsexpert/innen
  Ernährungsworkshop „Was das Herz begehrt“ mit Impulsvortrag zur herzgesunden Ernährung und praktischem Kochworkshop durch Diätolog/innen und Ernährungswissenschafter/innen
  Workshops und Seminare im Bereich psychosoziale Gesundheit in Kooperation mit Psychotherapeut/innen und Expert/innen des OÖ. Landesverbands fürPsychotherapie (OÖLP) zu den Themen „Gesunder Stress – mit Stress richtigumgehen“ und „Selbstmotivation“
  Erste-Hilfe-Wiederbelebungskurse mit dem OÖ Roten Kreuz
  Kurs „Gesund leben: Wege zum Wohlbefinden“ in Kooperation mit dem OÖ Roten Kreuz
  5-wöchiges Raucherentwöhnungsprogramm „Rauchfrei durchs Leben“ in Kooperation mit der OÖGKK (Psycholog/innen des Arbeitsmedizinischen Dienstes)

Außerdem stellt die Abteilung Gesundheit den Gemeinden zur Sensibilisierung breiter Bevölkerungsschichten Beiträge zum Thema Herz-Kreislauf-Gesundheit zur Veröffentlichung in den Gemeindezeitungen zur Verfügung. Insgesamt 66 Gesunde Gemeinden (Stand 21.01.2019) haben bisher als vertiefendes Gesundheitsförderungsprogramm ein Präventionspaket zur Herzgesundheit abgerufen.

Risikofaktor Bluthochdruck: Folder zur Unterstützung bei Selbstmessung will Gesundheitskompetenz fördern


Bluthochdruck ist der Risikofaktor Nr. 1 für Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Hälfte der Betroffenen weiß jedoch nichts davon, denn Bluthochdruck bleibt lange Zeit symptomlos. Nur durch regelmäßige Blutdruckmessungen kann die Erkrankung entdeckt und behandelt werden. Den eigenen Blutdruck zu kennen und gegebenenfalls darauf zu reagieren ist daher eine wichtige Vorsorgemaßnahme.

Um die Gesundheitskompetenz in diesem Bereich zu fördern, hat die Abteilung Gesundheit einen Folder erstellt, der Tipps zur richtigen Blutdruckmessung sowie einen Blutdruckpass zum Eintragen der Blutdruckwerte enthält. Die Selbstmessungen liefern der Ärztin/dem Arzt wichtige Informationen für die Behandlung, denn regelmäßig gemessene Blutdruckwerte sind oft aussagekräftiger als Einzelmessungen in der ärztlichen Praxis. Der Folder wird über die Gesunden Gemeinden verteilt bzw. steht im Internet zum kostenlosen Download zur Verfügung (www.gesundes- oberoesterreich.gv.at > Publikationen).

„Ein großes Anliegen ist uns auch die Umsetzung von Blutdruckmessaktionen auf lokaler Ebene – das Thema soll die Bürgerinnen und Bürger direkt im eigenenLebensumfeld erreichen“, betont die Gesundheitslandesrätin.

Eigener Präventionstag zur Information ehrenamtlich Engagierter

Zur Vorbereitung auf den Jahresschwerpunkt fand bereits am 20. Oktober 2018 ein„Präventionstag Gesunde Gemeinde“ statt. Dabei erhielten die ehrenamtlich engagierten Mitarbeiter/innen des Netzwerks Gesunde Gemeinde interessante Einblicke in neue Erkenntnisse im Bereich der Herz-Kreislauf-Gesundheit. Insgesamt rund 140 Mitarbeiter/innen haben sich in Seminaren und Vorträgen weitergebildet und ihre Gesundheitskompetenz gestärkt. Dieses Wissen wird in die Gesunden Gemeinden weitergetragen.

Auf dem Programm standen Vorträge von Primar Dr. Kurosch Yazdi, Vorstand der Klinik für Psychiatrie am Kepler Universitätsklinikum und Mag.a Herta Wimberger-Spörker vom OÖ Landesverband für Psychotherapie. Im Deep-Space des Ars Electronica Center ermöglichte Prim. Univ.-Prof. Dr. Franz Fellner, Leiter des Zentralen Radiologie Instituts am Kepler Universitätsklinikum, mittels „Cinematic Rendering“ die Funktionsweise desHerzens und des menschlichen Körpers besser zu verstehen.

„Die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wesentlicher Teildes Erfolgsrezepts für wirksame Gesundheitsförderung in unseren Gesunden Gemeinden. Darum war es uns wichtig, sie mit einer eigenen Veranstaltung über den neuen Schwerpunkt zu informieren. Dadurch, dass wir im lokalen Umfeld ansetzen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort die Aktivitäten den jeweiligen Gegebenheiten anpassen, erhöhen wir die Motivation der Bevölkerungzum Mitmachen“, zeigt sich Haberlander überzeugt.

Quelle: Quelle: Land OÖ  Foto: Landes Oberösterreich