Schluss mit dem Tierleid!

Schluss mit dem Tierleid!

Konsument/innenschutzlandesrat fordert Ende des Imports von Käfigeiern und bessere Kennzeichnung von Fleisch und Eiern in der Gastronomie sowie in verarbeiteten Produkten

ANSCHOBER: Vollständige Transparenz durch Kennzeichnung von Fleisch und Eiern schaffen

Tierleid muss verhindert werden. Viele Konsument/innen wollen dafür auch bei ihren Konsumgewohnheiten einen Beitrag leisten. Das können sie aber nur bei einer wirklich klaren transparenten Kennzeichnung.

Vorbild dafür ist die Kennzeichnung von Frischeiern. Zur Erinnerung: am Stempel auf den Eiern kann nachvollzogen werden, aus welcher Haltungsform und von welchem Hof die Eier stammen:

   0 = Ökologische Erzeugung (Bio)
   1 = Freilandhaltung
   2 = Bodenhaltung
   3 = Käfighaltung

Betriebscode: Der 7-stellige Code ist die landwirtschaftliche Betriebsnummer. Dieser macht klar, von welchem Bauernhof das Ei stammt.

Während europaweit der sogenannte ausgestaltete Käfig am weitesten verbreitet ist (56 %), produzieren österreichische Legehennenhalter fast ausschließlich in Boden- und Freilandhaltung. Lediglich zwei Prozent der in Oberösterreich produzierten Eier stammen derzeit noch aus dem ausgestalteten Käfig. Mit Ende dieses Jahres werden auch diese Betriebe die Käfighaltung einstellen. Weltweit gibt es das absolute Käfigverbot nur in der Schweiz und ab 2020 auch in Österreich.

Anschober: „Gerade zu Ostern können Konsument/innen einen Beitrag leisten und zu Bioeiern aus Oberösterreich greifen. 14 Prozent der Eier aus Oberösterreich stammen derzeit aus Biohaltung, dieser Bereich konnte in den letzten fünf Jahren um 38 Prozent gesteigert werden. Aber Achtung: noch immer kommen 13 Prozent aus dem Import, die vor allem als Eiprodukte in der Lebensmittelindustrie und der Gastronomie eingesetzt werden. Platz 2 bei der Importstatistik ist etwa Polen, wo 87 Prozent der Eier aus der Käfighaltung kommen. Meine Forderung hier an die EU: Käfighaltung muss europaweit verboten werden, bis dorthin muss den Mitgliedsstaaten erlaubt sein, für den Import dieselben Qualitätsbestimmungen wie auf nationaler Ebene bei der Eigenerzeugung anzuwenden. Oberösterreich braucht keine Eier aus der Käfighaltung!“

Null Transparenz hingegen gibt es derzeit bei verarbeiteten Produkten wie Nudeln, Backwaren oder Süßwaren, die Eier enthalten. Konsument/innenschutzlandesrat Anschober fordert auch hier eine klare verbindliche Kennzeichnung über die Haltungsform und Herkunft der verwendeten Eier.

Dritte große Forderung auf verbesserte Kennzeichnung ist die Forderung nach einer verpflichtenden Kennzeichnung von Fleisch in der Gastronomie. Gerade der aktuell aufgedeckte Importskandal von unter katastrophalen Haltungsbedingungen hergestelltem Hühnerfleisch aus der Ukraine zeigt, wie dringend notwendig diese Kennzeichnung ist. Würde verpflichtend sichtbar gemacht werden, dass das Hühnerschnitzel auf dem Teller aus einem ukrainischen Massentierhaltungsbetrieb stammt, würde es Konsument/innen die Handlungsmöglichkeit geben sich zu entscheiden und heimische Produzent/innen mit guten Haltungsbedingungen schützen.

Quelle: Land OÖ, PA Anschober

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