Freitag 24. Mai 2019
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Zugang zur Natur darf nicht eingeschränkt werden

Am Freitag, den 9. Juni 2017 fand beim Kraftwerk Forstsee am Wörthersee im Rahmen der Bundeskonferenz das Pressegespräch der Naturfreunde Österreich statt.

Unter dem Motto „Lebe die Freiheit“ betont der Naturfreunde-Vorsitzender Mag. Andreas Schieder die Wichtigkeit des freien Zugangs zur Natur.

Wegefreiheit

Das Wegerecht war immer schon ein Schwerpunkt der Naturfreunde. Das kommt auch im traditionellen Gruß „Berg frei“ zum Ausdruck. Aktuelles Thema ist derzeit Öffnung der Forststraßen für MountainbikerInnen, da wir in der Radsaison sind und es oft nicht klar erkennbar ist, wo gefahren werden darf.

Das Thema Wegefreiheit trifft aber nicht nur SportlerInnen, sondern jeden, der Erholung in der Natur sucht. Öffentliche Zugänge zu Seen – die beispielsweise auch am Wörthersee eine Seltenheit geworden sind müssen erhalten bleiben. „Zugang zu den Seen sollte keine Sache der Geldbörse sein“, sagte Schieder. Weiters wird bemerkt, dass vermehrt Schilder gegen das Schwammerlbrocken aufgestellt werden. Auch das entspreche weder der österreichischen Lebensart noch dem österreichischen Forstgesetz. Ein weiterer Schwerpunkt der Bundeskonferenz ist die Erhaltung der alpinen Infrastruktur mit ihren Hütten und Wegen. Hier sind die alpinen Vereine auf das Förderprogramm des BMWfW hingewiesen, dessen Zukunft noch nicht geklärt ist. 

Führungswechsel und neue Perspektiven

Bei der diesjährigen Bundeskonferenz findet auch ein Wechsel in der Bundesgeschäftsstelle der Naturfreunde statt, von Reinhard Dayer zu Mag. Günter Abraham. Dieser sprach beim Pressetermin über die Zukunft der Naturfreunde. „Ich freue mich sehr auf die verantwortungsvolle Aufgabe. Ich werde neue Projekte mit den Naturfreunden starten, wie z.B. Kooperationen mit Schulen und die Weiterentwicklung der gerade boomenden Sportarten wie Klettern und Bouldern.“

Sein Naturverständnis erklärt Abraham: „Für mich sind Mensch und Natur eins; wir können weder den Menschen aus der Natur nehmen noch die Natur aus dem Menschen.“ Er würde in erster Linie das Vorhandene schützen und pragmatisch vorgehen.

Quelle: Naturfreunde